Ein weiterer trauriger Fall einer angschossenen Hauskatze ereignete sich am 26.11. in Oberwaltersdorf.
Not-OP rettet Luna
Die Katze Luna wurde uns 26.11.25 wegen Lahmheit und hochgradigen Schmerzen hinten rechts vorgestellt. Die Erstuntersuchung zeigte eine frische Wunde in der Kniefalte, ein Übersichts-Röntgen zeigte einen metallischen Teil im Bereich des rechten Knies. Aufgrund des dringenden Verdachts einer Schussverletzung wurde die Katze unverzüglich bei uns notoperiert. Bei der Operation wurde der Verdacht bestätigt und ein im Knie steckendes, kleinkalibriges Projektil, vermutlich einer Luftdruck-Waffe, gefunden.
Aufgrund der frischen Verletzung kann davon ausgegangen werden, dass auf die Katze am 26.11. Vormittags geschossen wurde. Die Verletzung und die damit einhergehenden sehr starken Schmerzen schränken den Radius auf kaum mehr als 200 bis 300m von ihrem Wohnort in der Bahnzeile ein, da sie sonst den Weg nach Hause mit dieser Verletzung wohl nicht mehr geschafft hätte.
veraltetes Jagdrecht erlaubt das Erschießen von Hunden und Katzen nach wie vor
Luna hatte großes Glück, dass der Schütze kein besonders guter war und sie den Weg nach Hause noch geschafft hat. Leider haben nicht alle Katzen dieses Glück. Zwar verunmöglicht eine Verordnung aus dem Jahre 1995 immer noch den Aufbau einer Tierrettung in Niederösterreich, aber das Erschießen von Katzen und Hunden ist im niederösterreichischen Jagdgesetz (§ 64) aus dem Jahr 1974 (!) nach wie vor erlaubt!







