Überdurchschnittlich viele Patienten mit Vergiftungssymptomatik
Wir verzeichnen zur Zeit weit überdurchschnittlich viele Patienten mit Vergiftungen!
Achten Sie bei Ihrem Haustier besonders auf Vergiftungszeichen und kontaktieren Sie uns, wenn ein Verdacht auf eine Vergiftung besteht.
Mäuse und Rattengifte sind in der Regel in sehr auffälligen Farben eingefärbt (rot, violett, blau, grün, …).
Typische Vergiftungszeichen
Typische Vergiftungszeichen sind:
- Erbrechen – insbesondere, wenn das erbrochene Signal-Farben hat
- Durchfall – insbesondere blutiger Durchfall
- Untertemperatur
- starker Speichelfluss, übermäßiges Hecheln
- Unruhe oder Apathie
- Zittern und krampfen
- schwankender Gang, Taumeln, neurologische Auffälligkeiten
- blasses Zahnfleisch oder stark verfärbte Schleimhäute
- große Pupillen und/oder gerötete Augen
- nicht stillbare Blutungen
- Atembeschwerden, Atemnot
Verhalten bei Verdacht auf Vergiftung
- Kontaktieren Sie umgehend einen Tierarzt in Ihrer Nähe. Unsere Notfallnummer erreichen Sie unter 0900 560 600.
- Wenn möglich versuchen Sie herauszufinden, was Ihr Tier gefressen hat, und bringen Sie die Verpackung oder Reste des gefressenen mit – beachten Sie bitte, dass sie Gift nicht ohne Schutz (z.B. Einmalhandschuhe) berühren!
- Wenn sich der Verdacht einer Vergiftung bestätigt, zeigen Sie unbedingt bei der zuständigen Polizeidienststelle an, nur so kann eine Häufung von Fällen erkannt und eine örtliche Zuordnung getroffen werden.
Vorbeugung
Vorsicht ist immer besser als Nachsicht!
- Lassen Sie Ihren Hund nicht unbeaufsichtigt laufen, leinen Sie ihn beim Spazieren an, auch ein Maulkorb erschwert das Fressen von vergifteten Ködern.
- Wenn Sie verdächtige Gegenstände finden (z.B. frei herumliegende Wurst, Körner in Signalfarben, etc.), entsorgen sie diese umgehend im Müll, so dass diese Gegenstände von keinem Tier mehr aufgenommen werden können.
- Verzichten Sie generell auf das Auslegen von Gift. Gift tötet nicht nur die Maus, es wirkt zeitverzögert, weshalb sehr viele Jäger (Katzen, Raubvögel, …) an Sekundärvergiftungen sterben!
Statt Mäuse zu vergiften, bieten Sie ihnen einen Rückzugsort im Garten, z.B. eine naturbelassene, ruhige Ecke – die Tiere werden das Angebot gerne annehmen und bevorzugt dort leben.
Auch die Tiere, die wir als „Schädlinge“ bezeichnen, haben eine wichtige Rolle in der Natur – töten Sie sie nicht leichtfertig! Am Ende vergiften Sie vielleicht unbeabsichtigt Ihr eigenes Haustier!
Sprechen Sie auch Ihre Nachbarn auf die Problematik an und versuchen Sie Alternativen zum Auslegen von Gift zu finden!





