Seit Jahren versuchen wir, gemeinsam mit anderen Organisationen wie der Österreichischen Tierrettung und mit Unterstützung von Landesrat Sven Hergovich (SPÖ) die Rahmenbedingungen für den Aufbau einer Tierrettung in Niederösterreich sinnvoll zu gestalten. Ebenso lange werden diese Bemühungen von der verantwortlichen Tierschutz-Landesrätin Susanne Rosenkranz (FPÖ) blockiert.
Tierrettung könnte viel Leid verhindern
Eine Tierrettung – wie sie überall anders möglich ist – würde auch in Niederösterreich viel Tierleid verhindern, indem Tieren rasch und effizient geholfen werden kann. Die Tierschutz-Landesrätin Susanne Rosenkranz verweist jedoch konsequent auf eine Verordnung aus dem letzten Jahrtausend, die weder sachlich begründet werden kann noch sich an die Vorgabe des Verkehrsministeriums für die Genehmigung von Sondersignalanlagen für Tierrettungen hält. Auf die Frage, wer im Fall des Falles bei einem schwer verletzten oder plötzlich schwer erkranktem Tier hilft, verweist Frau Rosenkranz nur auf „die Jägerschaft“, welche das Tier ja „erlösen“, in aller Regel also „erschießen“, kann. Eine rasche tierärztliche Behandlung erachtet man in der niederösterreichischen Landesregierung nach wie vor nicht als erforderlich.
Wir haben schon über zahlreiche Fälle berichtet, in denen Tiere (vermeidbar und oft qualvoll) sterben mussten, weil tierärztliche Hilfe nicht rasch genug vor Ort sein konnte bzw. das Tier nicht rasch genug in eine geeignete Klinik gebracht werden konnte. Solche Fälle erleben wir leider regelmäßig. Ebenso wie das Leid, das damit verbunden ist – sowohl des Tieres, welches vollkommen unnötig lange unter Schmerzen und Todesangst leidet, als auch das der Besitzer, die das Leid und den Todeskampf ihres geliebten Haustieres, oft bis zum bitteren Ende, hilflos mitansehen müssen. Warum sich gerade eine Tierschutz-Landesrätin hinter bürokratischen Hürden versteckt, statt sich für eine zeitgemäße Lösung stark zu machen, wissen wir leider nicht.
Hund Ace ersticke qualvoll, weil wieder nicht rasch genug geholfen werden konnte
Erst vor wenigen Tagen hatten wir wieder einen solchen Fall. Der erst 4-jährige Hund „Ace“ verstarb an den Folgen einer Vergiftung. Schon mehrfach hat ein Tierhasser in Sollenau (NÖ) versucht, Ace und andere Hunde zu vergiften. Diesmal konnten wir nicht rasch genug helfen. Ace krampfte, erbrach, kämpfte um sein Leben. Sein Frauchen konnte den krampfenden, ca. 60kg schweren Rottweiler nicht allein zum Auto tragen, wir konnten ohne Blaulicht nicht rasch genug vor Ort helfen. Ace erstickte am Erbrochenen. Ein qualvoller Tod. Ein gut ausgebildetes und gut ausgerüstetes Tierrettungs-Team hätte den Atemweg sichern und den qualvollen Erstickungstod vermutlich verhindern können. Die Vergiftung hätten wir auf unserer Intensivstation mit guter Prognose behandeln können.
Zurück bleibt ein geschocktes Frauchen, das nicht versteht, warum ihr geliebter Ace wohl in jedem anderen Bundesland rasche Hilfe bekommen hätte und sterben musste, weil in Niederösterreich eine Tierrettung aufgrund veralteter bürokratischer Regelungen nach wie vor nicht aufgebaut werden kann.
Petition soll der verantwortliche Tierschutz-Landesrätin Susanne Rosenkranz zeigen, wie wichtig das Thema für viele Menschen ist
Unterstützen Sie unsere Bemühungen und unterzeichnen Sie die Petition „Freie Fahrt für Tierretter“, die Landesrat Sven Hergovich gemeinsam mit uns und der österreichischen Tierrettung ins Leben gerufen hat, um das unnötige Tierleid endlich zu beenden!





